AfD-Mann, Corona-Leugner, Polizist

„Merkel-Schergen“ und „Wichser“: So beschimpften die Teilnehmenden einer Demonstration gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen Ende April 2020 die anwesenden Polizisten.

Ein Nazi bewacht Nazis

Die juristische Aufarbeitung des Naziüberfalls auf Leipzig-Connewitz deckt Pannen, Nachlässigkeit und offensichtliche Naziverstrickungen in der sächsischen Justiz auf.

Hitlerbilder und rechte Schmierereien beim VS

Wieder einmal sind rechtsradikale Äußerungen in einer Whatsapp-Gruppe der Anlass für Ermittlungen

Die Gruppe Nordkreuz

Erst Bundeswehr, dann LKA, und schließlich Chef einer rechtsextremen Terrorzelle: So lässt sich die Karriere von Marco G. zusammenfassen.

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75 Jahre nach der Befreiung – #EntnazifizierungJetzt

Die Bundesrepublik hat die Entnazifizierung verpasst!

Fast täglich lesen und hören wir von Nazis in Polizei, Bundeswehr, Verfassungsschutz (VS), Bundesnachrichtendienst (BND) und Justiz. Auch wenn uns immer wieder weisgemacht werden soll, es handele sich nur um „Einzelfälle“, ist längst klar: Sie bilden dort Netzwerke und nutzen diese Strukturen zur Unterwanderung unserer Gesellschaft.

Manche von ihnen entscheiden über die Vergabe von Waffenscheinen, sind verantwortlich für den Strafvollzug ihrer Gesinnungsgenoss*innen oder rufen zu Terror gegen Andersdenkende auf. Diese Gefahr wird landesweit unterschätzt.

Diejenigen, die für unsere Sicherheit sorgen sollen, sind nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Wir sind eine Gruppe von jungen und älteren Menschen aus Berlin, die sich zusammen getan haben, weil wir angesichts der immer neuen Skandale zunehmend besorgt sind. Wir fragen uns: Welches Ausmaß haben die rechten Netzwerke in den Sicherheitsorganen angenommen?

Sind Teile des Sicherheitsapparats bereits fest in rechter Hand? Welche Formen haben diese Netzwerke? Wo sitzen oder saßen die Nazis in unseren Behörden? Wie groß war und ist ihr Einfluss? Welche historischen Kontinuitäten gibt es bei diesem Problem? Welche strukturellen Faktoren tragen dazu bei? Wessen Sicherheit wird hier geschützt? Wessen Sicherheit ist in Gefahr? Ist unsere Justiz auf dem rechten Auge blind?

Recherchen von Journalistinnen und Journalisten haben in den letzten Jahren bereits viele erschreckende Fälle ans Licht gebracht. Doch wir wollen wissen: Sind diese Fälle nur die Spitze des Eisbergs? Um das herauszufinden, starten wir eine Crowd-Recherche. Und dafür brauchen wir Ihre und eure Hilfe: Unter #EntnazifizierungJetzt werden wir so viele Fälle von Nazis in der Polizei, der Bundeswehr, dem Verfassungsschutz, dem Bundesnachrichtendienst und der Justiz seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland wie möglich sammeln. Diese werden wir auf dieser Homepage, auf Facebook und Twitter veröffentlichen.

Wir wünschen uns eine breite Beteiligung aller Teile der Zivilgesellschaft. Alle sind dazu aufgerufen, den Hashtag zu verbreiten, selbst Fälle einzureichen und von ihren eigenen Erfahrungen mit rechten Beamten zu erzählen. Wir wollen keine Puzzlestücke mehr, sondern endlich das ganze Bild! Wir wollen das Ausmaß dieser Gefahr endlich richtig einschätzen können, wir wollen Klarheit darüber, wen diese „Sicherheitsbehörden“ schützen und wen nicht.

Also los, packen wir es an! Im August 2020 hatten wir vor die Ergebnisse zu veröffentlichen. Jedoch haben wir gemerkt, dass uns die Fülle der Skandale selbst überrascht hat. Daher werden versuchen bis zum Mai 2021 die Ergebnisse zu Sammeln, der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und Vorschläge machen, wie wir unsere Gesellschaft entnazifizieren können.

Du möchtest mitmachen bei der Crowd-Recherche?

Skandale über Skandale – und nichts passiert. Mit der Verharmlosung von Faschisten in den Sicherheitsbehörden muss endlich Schluss sein. Dafür brauchen wir Euch! Macht mit bei der Crowd-Recherche #EntnazifizierungJETZT. Ihr kennt Fälle von Nazis in Polizei oder Justiz vor Ort? Ihr habt einen wichtigen Zeitungsartikel zum Thema gelesen oder Skandale des Verfassungsschutzes im Kopf? Vielleicht habt Ihr eigene Erfahrungen gemacht? Dann schreibt es in unser Formular.